Johanna Czolnik: Der Salon Johanna

Von der Stuhlmiete zur Partnerschaft mit Zukunft – Friseurmeisterin Johanna Czolnik schafft mit ihrem Einstieg in einen alteingesessenen Wiesbadener Betrieb eine Synergie aus Alt und Jung.

Waschen, schneiden, föhnen – das war der Friseurmeisterin auf Dauer zu wenig. So erlangte sie neben dem Meistertitel im Friseurhandwerk verschiedene Weiterqualifikationen und kann sich heute Friseurmeisterin, Diplom-Coloristin und Make-up Artistin nennen. Mehrere Jahre hat sie im Angestelltenverhältnis gearbeitet bis sie Anfang 2018 den Entschluss gefasst hat, sich selbstständig zu machen. Impulsgebend für diesen Schritt war, dass sie sich danach sehnte, aus dem Schattendasein als fleißige Angestellte herauszuwachsen und ihre Arbeits- und Urlaubszeiten selbst zu bestimmen. Ihre zahlreichen Weiterqualifikationen, die zum größten Teil selbst finanziert wurden, wollte sie ab sofort in ihr eigenes Geschäft einbringen.

„Ich wollte nicht mehr länger von Vorgesetzten „klein gehalten“ werden, sondern mein Arbeitsleben selbst gestalten.“

„Der Salon Johanna“, so taufte sie ihr Geschäft, mit dem sie sich im Salon Gall, einem alteingesessenen Betrieb im Wiesbadener Westend, eingemietet hat. Doch nicht nur dort kann man sich von ihr frisieren lassen. Johanna Czolnik macht sich als mobile Stylistin zu Kundinnen und Kunden auf den Weg, die verletzungs- oder altersbedingt nicht zu ihr kommen können.

Klassische Damen- und Herrenhaarschnitte, verschiedene Färbe- und Strähnchentechniken mit dem Fokus auf Pflanzenfarben, Haarpflege, Kosmetik und Eventstyling für Hochzeiten und Abendveranstaltungen – das Portfolio von Johanna Czolink ist groß. Ihre Zielgruppe beschreibt sie selbst als modeorientiert und umweltbewusst. Für den Salon Gall, den es bereits seit über 50 Jahren gibt, hat sie mit ihrem Einstieg einen Zusammenschluss von „jung“ und „alt“ geschaffen. Vom Hipster mit 3-Tagebart bis zur Oma, die sich eine neue Dauerwelle wünscht – in dem charmanten Salon mit echtem 60er-Jahre-Flair kreuzen sich die Wege der unterschiedlichsten Menschen.

Die Stuhlmiete in einem schon existierenden Geschäft bringt für Johanna Czolink viele Vorteile. Eigene Räumlichkeiten in dieser bevorzugten Lage zu mieten wäre für sie alleine nur schwer finanzierbar gewesen. Dass ihre Wohnung nur ein Steinwurf entfernt ist, bietet der ökologisch achtsamen Gründerin zudem viel Flexibilität. Einen Großteil der Termine außer Haus kann sie zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigen.

Zur Planung ihrer Selbstständigkeit wandte sich die Wiesbadenerin an SBW-Kooperationspartnerin BerufsWege für Frauen e.V. Dort erhielt sie tatkräftige Unterstützung bei ihrem Businessplan und beantragte den SBW-Mikrokredit für ihre Anfangsinvestitionen und das SBW-Erfolgsprogramm, in dem sie in den ersten drei Jahren beim Ausbau ihres kleinen Unternehmens beraten wird. Anderen Gründerinnen rät sie, geduldig bei ihrem Vorhaben zu sein – vor allem mit sich selbst.

„Es dauert so lange, wie es dauert. Den Zeitdruck, den ich im Laufe des Gründungsprozesses verspürte, habe ich mir größtenteils selbst gemacht.“

Dass aus der Stuhlmiete eine Partnerschaft mit Zukunft entsteht, haben Mieterin und Vermieterin fest auf dem Schirm. In näherer Zukunft möchte Johanna Czolnik selber Nachwuchskräfte ausbilden und plant, regelmäßige Events wie Flohmärkte, kleinere Musikveranstaltungen oder Ausstellungen lokaler Künstler im Ladenbereich zu organisieren.

Der Salon Johanna
Inh. Johanna Czolnik

im Salon Gall
Goebenstraße 27
65195 Wiesbaden

[Adresse in Google Maps anzeigen]

Telefon: 01577 4032605
Internet: www.dersalonjohanna.de
Instagram: www.instagram.com/dersalonjohanna
Facebook: www.facebook.com/Der-Salon-Johanna

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